Freiburg

  

Gestaltung des Betriebsablaufes

Der Umweltgedanke prägt den gesamten Ablauf in unserem Markt. Dabei steigern wir uns kontinuierlich. So war für den Neubau ursprünglich nur die Geothermieanlage geplant; es kamen dann aus Klimaschutzüberlegungen eine CO²-neutrale Werbekälteanlage, eine Fotovoltaikanlage und die Stromversorgung über erneuerbare Energien hinzu. Auch in allen anderen Belangen achten wir auf den Klimaschutz.

In unserem neuen Markt ist eine geothermische  Anlage eingebaut, die mit dem Grundwasser verbunden ist. Die Anlage übernimmt drei wichtige  Funktionen und trägt somit auf ganzer Linie zur Energieeinsparung bei: Zum einen unterstützt die Anlage die Heizungsversorgung im Spitzenlastbereich mittels einer Wärmepumpe, die sich in der kalten Jahreszeit des circa 12 Grad warmen Grundwassers bedient. Zum Weiteren wird die Temperatur des im Sommer kalten Grundwassers zur Kühlung des Marktes und der Arbeitsräume genutzt. Als dritte Funktion trägt das kalte Grundwasser besonders im Sommer, aber auch in Übergangszeiten zur Wasserkühlung der Gewerbekälteanlage bei, die bei herkömmlichen Anlagen über die sommerliche Außenluft mit hohem energetischen Aufwand gekühlt wird.

Die Anlage verfügt über zwei Entnahmebrunnen  mit einer Tiefe zwischen  16 und 20 Metern  und zwei Rückgabe-brunnen in einer Tiefe von circa 15 Metern.  Die Anlage spart circa 64 Tonnen CO²  pro Jahr für Heizung und Strom ein. Sie erreicht  einen COP-Wert von > 4,5. Das heißt, je Kilowatt eingebrachten Stroms erhalten wir das 4,5-fache an Wärme. Die Anlage arbeitet in geschlossenen Systemen mit Wärmetauschern, das heißt das Grundwasser kommt mit den Anlagen nicht in Berührung. CO²-Ersparnis durch die Geothermie-Anlage: rund 64 Tonnen pro Jahr. Über eine Wärmerückgewinnung aus der Gewerbekälteanlage wurde sowohl das Heizungssystem als auch die Brauchwassererwärmung realisiert.
 
Lediglich Spitzenlasten im Winter werden über die Wärmepumpe abgedeckt. Somit wird die komplette Abwärme sinnvoll genutzt. Weiterhin ist die Kälteanlage als CO²-neutral einzustufen, denn sie wird ohne Halon-Fluorkohlenwasserstoffe betrieben – dies sowohl im Normalkühl- als auch im Tiefkühlbereich. Die Tiefkühltruhen sind zusätzlich mit Glasschiebedeckeln versehen, um hier keinen unnötigen Austrag an Energie zu produzieren. CO²-Ersparnis durch die Ge-werbekälteanlage: rund 1000 Tonnen pro Jahr.

Das Gebäude ist mit einer Fotovoltaikanlage  ausgestattet: Insgesamt 540 multikristalline Module mit einer Gesamtleistung von 116 Kilowatt  Peakleistung befinden sich auf dem Dach. Daraus werden  jährlich  110  Kilowattstunden (kWh) gewonnen. Dies entspricht einem Energieverbrauch von rund 29 Haushalten.  CO²-Ersparnis  durch  die Fotovoltaikanlage: rund 68 Tonnen pro Jahr.

Unsere gesamte restliche Stromversorgung  wird über das Grünstrom-Konzept des Stromlieferanten NaturEnergie gewährleistet.  So kommt bei uns nur noch Strom aus erneuerbaren Energien aus der Steckdose. CO²-Ersparnis durch Strom aus erneuerbaren Energien: rund 278 Tonnen pro Jahr. Die gesamte Beleuchtung ist energiesparend eingesetzt: Im Innenraum benutzen wir ausschließlich Einlegeleuchten mit T5-Technologie, für die Außenwerbung  LED-Technologie. CO²-Ersparnis durch Ener-giesparleuchten: rund 6 Tonnen pro Jahr. Unser neuer Markt benötigt daher keine Gas- oder Ölversorgungsleitung und ist auch nicht an das Netz angeschlossen. Es werden also keinerlei  fossile Brennstoffe verwendet. Das Gebäude und der Betrieb arbeiten somit  CO²-neutral. Auf diese Weise kann viel Kohlendioxid eingespart werden. Dies zeigen die Vergleichswerte zur CO²-Einsparung: Bei einem  circa 150 Quadratmeter großen Einfamilienhaus können durch den Betrieb einer Wärmepumpe circa 3,7 Tonnen  CO² pro Jahr eingespart werden. Bei einem Auto, das mit Erdgas betrieben wird, können im Vergleich zum herkömmlichen Kraftstoffbetrieb rund 740 Kilogramm CO² pro Jahr eingespart  werden  (bei 20.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr.
Unser neuer Markt spart im Vergleich zu einem herkömmlich betriebenen Markt gleicher Größe insgesamt rund 1416  Tonnen CO² pro Jahr.

Auch darüber hinaus liegt unser Fokus konsequent auf der Umwelt: Dieser hat Einfluss auf viele Abläufe des Tagesgeschäfts. Beispiele: Bei der Abfallentsorgung orientieren wir uns an den umfangreichen Systembeschreibungen der EDEKA Südwest. Diese behandeln die energetische Verwertung von Abfall im Hinblick auf Umweltschutz  und Kostenreduzierung. Dazu gehört die Entsorgung verpackter Lebensmittel, (die Rücknahme von Batterien), Abfälle zur Verwertung (Kartonagen, Folie, Blech etc.), die Entsorgung von Holzkisten, Bio-Abfällen und Fettabscheider.